Das Wesen der Geomantie und die Arbeit des Geomanten.
Alles strahlt, hat Ausstrahlung, es ist uns geläufig von der Ausstrahlung eines Menschen zu sprechen.
Auch Landschaften, Länder, Orte, Gebäude, Bäume, Steine usw. haben Ausstrahlung. Bestimmte Menschen, bestimmte Orte, bestimmte Bedingungen ziehen uns an, das Wort „anziehen“ weist auf eine verborgene, magnetische Kraft hin.
Im Bereich der medizinischen Diagnostik werden Feinstströme am menschlichen Körper gemessen. Auch die Erde und die Natur sind durchpulst von Feinstströmen.
Da Pole sich anziehen oder abstossen, findet ein ständiger Energieaustausch statt, auch der Mensch wird dadurch beeinflusst.
Aufgabe des Geomanten ist es, diese magnetischen Kräfte zu lokalisieren und zu interpretieren, um herauszufinden, ob und wie sie den Menschen dienen können.
Auch unsere Sprache liefert verborgene Hinweise: So schwingt bei dem Wort „bestimmt“ auch mit: Stimme, Stimmung, es stimmt, Musikinstrumente werden gestimmt.
Wenn etwas „stimmt“, ist das Passende gefunden. Der Geomant sucht nach dem was passt, was stimmt, seine Maß-nahmen haben mit „bestimmten Maßen“ zu tun.
Auch das lateineische Wort „personare“ hindurchklingen die Person weist auf diesen Zusammenhang hin. Der Mensch als Musikinstrument.
Der Geomant nimmt das Maß, (Maß-nahme) denn es ist schon vor-handen vor den Händen, in die Erde eingeschrieben.
Bereits in ältesten Kulturen wurde Geomantie praktiziert (unter anderen Bezeichnungen). Die alten Griechen befragten das Orakel. Auch heute noch sind bei einigen Naturvölkern geomantische Zusammenhänge in ihren Alltag integriert.
Durch die Aufklärung und einen extremen Glauben an wissenschaftlich und rational Erklärbares haben wir uns daran gewöhnt, die Welt nur ausschnitthaft zu sehen.
Die geomantische Disziplin, die zu einer erweiterten Weltsicht gehört, geriet dadurch in Vergessenheit, sodass unsere uralte , enge Beziehung zum Ganzen verloren ging.
Wir haben uns daran gewöhnt, von Umwelt zu sprechen, als wäre sie um uns herum, scheinbar getrennt, ausserhalb von uns. Es gibt aber keine getrennte Welt, es gibt nur eine Welt mit dem Menschen in ihrer Mitte, Welt und Mensch ist identisch.
Geomantie kann helfen, diese alte Beziehung von Mensch und Natur wieder zu heilen. Im Sinne der Ganzheit bedeutet dies: Nach vorne zur Natur.
Es wird angestrebt, uraltes Wissen modernen Gegebenheiten anzupassen und eine Synthese zu finden. Da die moderne Welt sich rasant ändert, muss auch Geomantie sich ständig adaptieren. Aus einer sehr umfassenden Sicht kann Geomantie als Richtschnur und Maßstab für das Leben an sich dienen. Tief im Inneren des Menschen schlummert das Wissen, es scheint vergessen.
Die Chinesen, die Geomantie schon vor über 5000 Jahren praktizierten, nannten diese Disziplin „Feng-Shui“, was wörtlich übersetzt „Wind und Wasser“ bedeutet, also auf etwas Bewegliches hinweist, die Chinesen sprechen vom Drachen und den Drachen-adern.
In der Drachensymbolik des christlichen Abendlandes tötet der heilige Georg ihn im übertragenen Sinn soll die Lanze die Kraft des Drachens (die Kraft der Erde) bannen und dadurch nutzbar machen. Seine Lanze kann mit einer Akkupunkturnadel verglichen werden.
Die Setzung eines Menhirs, der Bau einer Kathedrale, die Gründung einer Stadt, einer Burg, eines Schlosses, Anlegen eines Gartens oder Park, der Bau des Limes, diese „Maß-nahmen“ geschahen in der Vergangenheit meist auf Grund geomantischer Erkenntnis.
Ein Bauwerk in der Erde verankert, hält den Drachen fest, erschliesst seine Kraft und leitet sie in seine Mauern. Symmetrieachsen in der Architektur und der Mittelpunkt zentrischer Gebäude sind meist deutliche Hinweise auf geomantische Orientierung.
Die Erde ist übersät mit besonderen Orten der Kraft. Ihre Anzahl ist viel größer als weithin angenommen wird, diese Strukturen sind räumliche Gebilde, die wie riesige Vorhänge die ganze Erde umspannen.
In der Erde verlaufen elektrische und magnetische Ströme (Strom), die, ähnlich wie die menschlichen Venen und Arterien, ein sehr feines energetisches Fluidum transportieren.
Mit Hilfe geomantischer Such-und Untersuchungsmethoden können diese Ströme gefunden werden und es lassen sich Aussagen darüber machen, wozu sie dienen und wie sie im Leben, Arbeiten und Wohnen integriert werden können.
Integrieren heisst: eine harmonische Lösung finden. Nicht ohne Grund sind diese Ströme und Strukturen verborgen, jeder Mensch kann aber sein persönliches Verhältnis, seinen Weg, seine Zwiesprache mit diesen Kräften finden, sie liegen auf der Erde wie Geschenke an denen man auch vorübergehen kann wir haben den freien Willen.
Geomantie kann überall dort angewandt werden, wo es um Maße und Proportionen, um Gestaltung geht, wie in der Kunst, der Architektur, der Innenarchitektur, der Stadt-und Landschaftsplanung. Da man für den Neubau eines Hauses davon ausgehen muss, dass das Gebäude Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte an diese Stelle stehen wird, sollten Standort und alle Einzelheiten der Bau-maß-nahme gewissenhaft geprüft werden.
Dies gilt auch für das Einrichten einer Wohnung oder das Pflanzen von Bäumen. Der Geomant hält Zwiesprache mit der Erde und ihren Strömen, er findet die günstige Lösung, er offenbart das Portrait des Ortes, er sagt, ob, wo und wann welche (Ausgleichs)-Maßnahmen getroffen werden sollten.
Von besonderer Bedeutung ist Geomantie dort, wo es um Öffentlichkeit, Therapie, Erziehung und Heilung geht, vergleichbar der Arztpraxis, Klinik, Sanatorium, Kindergarten, Einrichtung für Rehabilitation und Rekonvaleszenz, Sport.
Geomantie ist ein Qualitätsweg,
ein Lebensqualitätsweg,
ein Weg der Schönheit,
ein Weg der Poesie.